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Mac OS vs. Windows 10

Ein Thema das für mich über Jahre absolut keine Rolle spielte. Mit Windows XP aufgewachsen war man so einiges gewohnt, ganz miese Abende mit Meldungen wie „Keine Rückmeldung“ waren üblich, der Wechsel zu Apple Produkten nur eine Frage der Zeit.

Doch das ist lange her. Damals, gefühlt zumindest technisch eine Ewigkeit her, es war 2012, da wechselte ich von Windows zu Snow Leopard, das erste Apple Gerät, ein MacBook Pro 15″ in der mid 2012 Retina Version wurde mein Eigen (In den Jahren drauf kamen ein iMac und diverse iPads und iPhones hinzu.).

Ein Traum, keine komischen Abstürze, keine Bluescreens, die Software lief und lief und lief. Zugegeben: Als DJ braucht man einfach lauffähige Soft- und Hardware, was macht man wenn man auf einer Veranstaltung auf einmal die üblichen damals Windows XP Probleme hat? Man musste hoffen das man einen guten und langen Witz erzählen konnte, bis der Laptop oder Rechner wieder gearbeitet hat. Nicht tragbar.

Das MacBook konnte alles was ich damals wollte, alles bis auf gutes flüssiges Gaming. Gaming? Hat mich damals nicht interessiert. Zudem waren die Geräte nicht unbedingt für jeden erschwinglich, was durchaus zu dem positiven Nebeneffekt beigetragen hat, das die Geräte im Wert recht stabil waren und bis heute auch sind. Der Wertverfall ist nicht so riesig, somit konnte ich 2012 dieses MacBook für 2.500 € erwerben und vor kurzem noch, nach acht Jahren treuen Dienst für rund 1.000 € verkaufen. Gute Sache.

Es hat sich so einiges getan in den letzten acht Jahren. In dieser Zeit habe ich diverse Apple Handys (iPhone 4, 5, 6 und 7 verschlissen), der Sektor Handy machte mir in Sachen Apple keinen Spaß mehr, vergleichsweise sehr teuer, die Hardware vergleichsweise schlecht, das System wurde zunehmend langsamer und wie ich finde zunehmend unfreundlicher dem Nutzer gegenüber. Die Qualität der Handys war für mich absolut nicht ausreichend, spätestens nach einem Jahr waren die Geräte hinüber.

Mit dem Samsung Galaxy S8 fand ich im Herbst 2017 einen super Einstieg in Smartphones anderer Hersteller, schnell erkannte ich das ich mit diesen Geräten, die mitunter nur die hälfte Kosten, nichts mehr vermisse. Die Qualität hat mich erschlagen, mein Galaxy S8 aus 2017 ist heute noch einwandfrei lauffähig. Wie kam ich darauf? Ich war krank zuhause, das iPhone 7 spinnte mal wieder, parallel lief die Keynote zum total überteuertem iPhone X – das wollte ich mir nicht antun, eine vergleichsweise Hardware ähnliche Konstellation musste her und wurde gefunden.

Der Umstieg von iOS war gar nicht so dramatisch wie zuerst vermutet, ich hatte ein wenig Angst, meine anderen Apple Geräte wie der iMac, das MacBook Pro & Air und die beiden iPads hielt ich zuletzt mit der von Apple eigenen Cloud Lösung synchron. Das ging nun nicht mehr, zack auf Google umgestellt, dauerte gut eine Stunde, Problem gelöst. So einfach wie brillant.

Seit einiger Zeit muss ich vermehrt in den Microsoft Office Produkten arbeiten, man hat ja immer hier und da mal was in Word oder in Excel gemacht, das ging auch für den Heimgebrauch super in Ordnung, ist aber auf den Apple Geräten bei weitem nicht dasselbe. Mit Windows 10 am Arbeitsplatz hatte ich es hier und da durchaus einfacher. Privat musste es also auch nun Windows werden.

Schnell wurde ein gutes Lenovo System ins Auge gefasst, welches zudem auch eine sehr gute Lösung zum Gaming bereit stellte, auch hier, für knapp die Hälfte im Vergleich zu ähnlich konfigurierter Apple Hardware.

Ich bin zufrieden, total. Seit einem Jahr arbeite ich bis auf den DJ Sektor nur noch mit Windows 10. Leider sehe ich für den DJ Bereich bisher keine Alternative zu meinem MacBook Air. Lange dachte ich das auch für die Tablets.

Ich bin zum Test auf ein Galaxy Tab A 10.5 gestiegen, es ist ok. Ok für mich, aber hat mich nicht vom Hocker gehauen, weiteres dazu im späteren Verlauf.

Ok, ich bin vom iMac zu einem Desktop umgestiegen, von iPads auf ein Galaxy Tab von Samsung und in Sachen Smartphone auf eine Galaxy S8. Was fehlt? Ein Mobilgerät, ein Laptop.

Für meine Vereinsarbeit benötige ich einfach, aufgrund der vielfältigen Software die ich nutzen muss und der Mobilität einen Laptop, am besten mit Windows (wegen der Kompatibilität mit nötiger, vorgegebener Software). Als ehrenamtlicher Geschäftsführer bin ich für einen bundesweit agierenden Verein tätig, der in Sachen IT echt bestens ausgestattet ist, bei mehr als rund 80.000 aktiven Freiwilligen und hauptamtlich angestellten Mitarbeitern und insgesamt zu erfassenden 1.010.000 Mitgliedern, allein in der Bundesrepublik erhält jedes Mitglied einen Exchange und komplett ausgestatteten Office 365 Zugang. Es fehlt an nichts.

Kleiner Exkurs: Vor allem während der Corona Krise hat uns die IT im Vereinsleben großen Spaß gemacht. Mit Videokonferenzen, Share Point, Onedrive , Microsoft Stream und nicht zu vergessen Microsoft Teams war die gemeinschaftliche Arbeit im Verein trotz „social distancing“ absolut kein Problem, teilweise sogar besser und einfacher als vorher.

Was nimmt man da? Der Verein stellt einem Lenovo Laptops zur Verfügung, gute Sache, niemand muss sich eigene Geräte kaufen, bestens. Die eigene IT-Tochterfirma ist bestens aufgestellt, kompetente Mitarbeiter, 24/7 Beratung und Service und letztlich die Ausrollung von angepasster Hardware für die Vereinsarbeit. Grandios. Ist für mich privat aber was dünn. Ich wollte mehr.

Kommen wir zurück zum Tablet. Ich komme zum Ergebnis und zum eigentlichen Grund für diesen Post. Aktuell teste ich ein Surface Pro 7 – auf die Idee gebracht hat mich mein Arbeitgeber. Ey, der Knaller. Dieses Tablet, in Verbindung mit einem Type Cover und einem 12 Zoll Display, mit SSD, 8 GB RAM und einem Intel i5 – das ist meine Lösung. Absolut gleichwertig zu einem gängigem Laptop, mit Windows 10 als Normal oder auch S Lösung lauffähig, die typischen Anschlüsse die man so braucht und mobiler geht einfach nicht. Muss ich viel schreiben klemme ich unkompliziert das Type Cover dran, will ich surfen oder was präsentieren belasse ich es einfach als Tablet Lösung, der angebrachte Ständer ist ein einziger Traum. Ich könnte so viel mehr dazu schreiben, aber es gibt tollte Reviews zu dem Gerät auf YouTube und Co, es wäre unnötig.

Fazit: Ich habe den Absprung von Apple Geräten gewagt und geschafft und es war keinesfalls kompliziert oder brachte mir einbüßen, ganz im Gegenteil, der Geldbeutel wurde ordentlich geschont.

Wenn noch jemand eine Alternative für das MacBook hat (vor allem in Sachen Serato DJ), dann freue ich mich sehr davon zu hören.

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